verdeckter Stellenmarkt: tragende Beziehungen als Schlüssel

In Blog by verwaltung

Verdeckter Stellenmarkt lässt sich durch gewachsene Beziehungen erschließen

Den Begriff verdeckter Stellenmarkt umweht etwas Geheimnisvolles, manches Mal auch etwas Anrüchiges, wird er doch schnell mit Unseriosität in Verbindung gebracht. Dabei geht es doch nur um Positionen, die nicht offiziell inseriert werden, sondern über die „Kennst Du jemanden …?“-Frage besetzt werden. Und da kommt dann rasch das wenig schmeichelhafte Wort „Beziehungen“ ins Spiel. Dabei wäre der Begriff „Sichtbarkeit“ um einiges passender: denn nur wer sichtbar ist und über eine gewisse Wertschätzung verfügt, dessen Name wird dann auch als potenziell passender Kandidat genannt – und damit ist man dann im Rennen für manch interessante Arbeitsstelle. Schön, wenn dann das Telefon klingelt mit einem Jobangebot.

Der Dreh- und Angelpunkt hat in der Tat mit Beziehungen zu tun – und das ist nichts anderes als ein guter Kontakt von Mensch zu Mensch. Das setzt erst einmal ein ehrliches, gegenseitiges Interesse an der jeweiligen Person voraus. Wichtig sind auch gleichgelagerte Interessensgebiete im geschäftlichen Zusammenhang, die eine interessante Unterhaltung auf Augenhöhe sicherstellen. Eine tragfähige Beziehung ergibt sich nur bei beiderseitiger Wertschätzung und Sympathie. Oder würden Sie jemanden empfehlen, den Sie zwar als Fachmann schätzen, aber als Mensch furchtbar finden? Wohl eher nicht.

Wenn Sie sich also auf dem verdeckten Stellenmarkt bewegen wollen, sind informelle Gespräche zum Aufbau persönlicher Kontakte unerlässlich. Nutzen Sie Veranstaltungen wie Messen, Kongresse, fachbezogene Stammtische, Verbandsmeetings, aber auch private Gelegenheiten um weitere interessante Menschen kennenzulernen. Mit einem Gespräch wird es dabei nicht getan sein – was Sie hier investieren müssen ist vor allem Zeit = die Währung für Beziehungen. Je mehr Sie davon investieren, desto mehr bekommen Sie zurück.

Tony Hsieh, erfolgreicher Gründer von Zappos (US-Version von Zalando) hat es auf den Punkt gebracht: Don’t network, build relationships (hier der Link zum Artikel). Nach seiner Erfahrung weiß man 2-3 Jahre später wofür eine Beziehung in Form einer echten Freundschaft gut ist. Auch sein Buch „Delivering Happiness“ ist sehr lesenswert.

… und wann fangen Sie an?

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