Verdeckter Stellenmarkt: Akademiker aufgepasst

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Verdeckter Stellenmarkt ist nicht Vitamin B wie Beziehungen

Als verdeckter Stellenmarkt fristet man ein Dasein zwischen „Gibt es ihn wirklich?“ und „Was ist das denn?“. Jüngst veröffentlichte Befragungsergebnisse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zum Thema Stellenbesetzung liefern dazu erneut handfeste Daten. Insgesamt haben 13.000 Firmen zu den Such-und Besetzungswegen Auskunft gegeben. Auffallend ist, dass die Ergebnisse je nach Qualifikation der Stelle (Ungelernte, mittlere Qualifikation, Akademiker) variieren. Die Stellenbesetzung für Akademiker erfolgt demnach häufig über persönliche Kontakte oder Empfehlung der Mitarbeiter (20%) und liegt dabei an zweiter Stelle nach den Internetstellenportalen (26%). Die Firmenhomepage kommt mit 18% immerhin auf den dritten Platz. Interessant ist, dass 17% der zu besetzenden Positionen nur auf der Firmenwebseite veröffentlicht werden – und nicht auf einer Internetstellenbörse.

Die Mitarbeiterempfehlung ist eine wichtige Komponente im verdeckten Stellenmarkt. Einige Firmen fördern diesen Rekrutierungsweg auch aktiv durch Prämien, gerade in Bereichen, wo spezialisiertes Personal „Mangelware“ ist. Und eine Empfehlung ist erst einmal nur ein wohlüberlegter Vorschlag – aber keine Einstellungsgarantie. Auch die so in’s Gespräch gebrachten Kandidaten müssen sich dem Auswahlprozess stellen. Beim klassischen „Vitamin B“-Fall geht es dagegen um das Zuschanzen eines lukrativen Jobs – das findet dann wohl eher hinter verschlossenen Türen im Hinterzimmer statt und läuft unter der Rubrik „gegenseitige Gefälligkeit“. Dies als den Regelfall anzunehmen, wird der Sache bei weitem nicht gerecht: Ein gutes Empfehlungs- und damit auch Talent Management ist ein strategisches Instrument gut aufgestellter Firmen, die sich so hervorragende Mitarbeiter sichern. So kann man sich als Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen oder sichern – es geht hier um ein knallhartes Geschäftsinteresse – nicht mehr, und nicht weniger.
Kandidaten, die es verstehen den verdeckten Stellenmarkt geschickt zu adressieren, haben so Zugang zu attraktiven Stellen bei gleichzeitig deutlich geringerer Mitbewerberanzahl. Auch das ist ein strategischer Ansatz, der davon lebt, als Bewerber tragfähige Kontakte herzustellen und bestehende zu pflegen.

Stellen Sie sich vor bei Ihnen klingelt das Telefon und man bietet Ihnen eine tolle Stelle an. Fühlt sich richtig gut an, oder?

Also: lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen! Üben Sie schon einmal Ihren „elevator pitch“ ?

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