Headhunter: was kann ich bei meiner Jobsuche tatsächlich erwarten?

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Headhunter gehören zum Jobmarkt, aber …

Die Arbeitsweise eines Headhunters wird von Menschen, die auf Jobsuche sind häufig mit der „rosaroten Brille“ gesehen: „Ich nehme Kontakt mit denen auf. Dann bekomme ich eine Einschätzung, wo ich hinpasse und dann bieten sie mir die passenden Stellen an. Und wenn gerade keine adäquate Position verfügbar ist, werde ich in die Datenbank aufgenommen und man kommt später auf mich zu.“ Klingt ausgesprochen bequem – ist es aber nicht …

Basierend auf einer Studie des Bundesverbands der Personalmanager (BPM) nutzen 85% der Personalberater die Direktansprache. Das heißt der Headhunter recherchiert passende Kandidaten nach vordefinierten Kriterien und entscheidet, wer kontaktiert wird – und nicht umgekehrt! In die Datenbank schaffen es in der Regel nur „Bilderbuchkandidaten“, sprich: erfüllen sämtliche fachlichen und persönliche Anforderungen für ein bestimmtes Positionsprofil. Damit ist auch klar, dass man als Quereinsteiger bei einem Headhunter an der falschen Adresse ist.

Nun besteht der Name Personalberater zwar auch aus dem Wort „Berater“, das gilt aber mehr für den Auftraggeber und deutlich weniger für potenzielle Bewerber. Wer hier eine Form von Karriereberatung erwartet wird enttäuscht. Die Bezahlung der Personalvermittlung erfolgt erfolgsbasiert und daran richtet sich auch der Einsatz der Ressource Zeit aus. Nur eine erfolgreiche Vermittlung lässt schließlich die Kasse klingeln.

Die BPM-Studie thematisiert einen weiteren, beachtenswerten Aspekt, Zitat:“… Immerhin 61% der Teilnehmer berichten von zumindest gelegentlich unseriösen Headhuntern …“. Bei über 2000 Personalberatungsfirmen ist demnach auch nicht alles Gold was glänzt.

Tipps:

Xing + LinkedIn
Pflegen Sie Ihre Profile in den Business-Netzwerken vor allem was die Beschlagwortung der „ich biete“-Kategorie angeht. Das erhöht die Trefferquote. Xing offeriert außerdem den kostenpflichtigen „ProJobs“-Dienst, der die Auffindbarkeit durch Headhunter erleichtern soll. Hier können Sie auch bestimmen, wer welche Details sehen kann.

Headhunterkontakte pflegen
Sie merken, ob Sie für Headhunter interessant sind, wenn Sie direkt kontaktiert werden. Auch wenn Sie gerade kein Interesse an einem Wechsel haben, pflegen Sie diesen Kontakt – also nicht gleich mit „Nein danke“ auflegen, sondern Kontaktdaten geben lassen und alle 6 Monate ein freundliches Update geben.

Auf die eigenen Daten achten

Lebensläufe sind eine „heiße Ware“. Vereinbaren Sie mit Personalberatern, dass eine Weitergabe an potenzielle Arbeitgeber nur mit Ihrem vorherigen Einverständnis passiert – und zwar jedes Mal!

Die Mischung macht’s!
Je nach Branche und Position variiert die Zahl der Mandate, die Firmen an Personalberater geben recht stark. Wer einen Job sucht sollte neben Headhuntern unbedingt auch Jobbörsen, Initiativbewerbungen und sein persönliches Netzwerk miteinbeziehen. Also lieber breit aufstellen.

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